Kulinarische Hotspots und kulturelle Schätze: Zu Besuch bei Wein Ahrens in Ahrensburg

Wein Ahrens Vitrine
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Es ist Tradition bei 3POS kurz vor den Feiertagen die Menschen und Konzepte vorzustellen, die unsere Region kulinarisch und kulturell prägen. Dieses Jahr führte uns unser Weg in die geschichtsträchtige Manhagener Allee 8 in Ahrensburg – ein Ort, der seit 1925 vom Handel und der Kulinarik lebt. Hier, in diesen traditionsreichen Mauern, hat Robert Ahrens mit Wein Ahrens weit mehr als nur eine Vinothek geschaffen: Es ist ein nordisch-mediterraner Kulturtreffpunkt, der erstklassige Weine mit einer einzigartigen Küche und regelmäßig wechselnden Kunstausstellungen verbindet.

In diesem Interview sprechen wir mit dem Inhaber Robert Ahrens über die Seele des ‚”Dorfkrugs”, die untrennbare Verbindung von Gastronomie und Kunst und seine Pläne für nächstes Jahr!

Robert Ahrens, der Gastgeber und Inhaber des beliebten Restaurant Wein Ahrens. Quelle: 3POS

Erzählen Sie uns bitte die Geschichte dieses besonderen Ortes mit großer Tradition. Und warum fiel die Wahl für Ihr Restaurant genau auf diese Adresse?

Robert Ahrens: Wie Sie schon gesagt haben, die Fläche hier hat eine lange Tradition, was Kulinarik angeht. Es hat hier 1925 angefangen mit einem Lebensmittelhändler. Zu der Zeit hieß es Kolonialwarenhandel. Das war eine Zeit, in der es noch keine Systeme gab, wie wir sie heute kennen. In Form von Supermärkten gab es noch keine. Es hat sich dann über eine weitere Generation zum Delikatessenhandel entwickelt. Das war aber jetzt nicht so der entscheidende Punkt. Was mich sofort gefesselt hat, ist die Fläche. Dieser Charme, der Industrie-Look, der Fußboden.

Welche Stationen prägen Ihren Werdegang? Und welche Inspiration steckte hinter der Entscheidung, ein Restaurant zu gründen, das Gastronomie und Kunst in dieser Form vereint?

Robert Ahrens: Ich selbst komme aus der Gastronomie und Hotellerie. Ich habe in verschiedenen Hotels und Restaurants gearbeitet, und schon seit dem ersten Tag in dieser Branche waren Kunst und Kultur für mich stets präsent. Als Gastgeber ist man schließlich immer auch ein Gastgeber für Künstler unterschiedlichster Art. Tatsächlich gehören diese Branchen von Anfang an zusammen: Wenn wir in die Vergangenheit blicken, wurden Rechnungen sogar manchmal mit Kunstwerken bezahlt. Unsere heute weltweit bekannten Hotspots und Urlaubsorte sind primär durch Künstler bekannt geworden. Wenn beispielsweise jemand in der Toskana ein beeindruckendes Bild malte, wurde dieser Ort schnell zum Hotspot – das gilt für Ibiza, St. Moritz, oder jeden anderen unheimlich schönen Ort weltweit. Dort finden Sie in der Regel stets eine enge Verbindung zur Kunst.

Sie haben die tiefe Verbindung von Kunst und Gastgewerbe eindrücklich erklärt. Dies scheint somit der ursprüngliche Impuls gewesen zu sein, Wein Ahrens als diesen vielschichtigen Kultur- und Feinkost-Treffpunkt hier in Ahrensburg zu konzipieren.

Der erste Eindruck zählt: Ein Blick auf den stilvollen Eingangsbereich im Wein Ahrens. Quelle: 3POS

Robert Ahrens: Die Idee ist es, eine großartige Gastronomie zu etablieren und einen echten Treffpunkt zu schaffen. Ich habe immer das Wort “Dorfkrug” verwendet. Wir möchten einen Ort bieten, an dem die Leute generationsübergreifend zusammenkommen. Tagsüber sind wir ein Familienort, fast schon nach südeuropäischem Vorbild, wo man auch mit Kindern willkommen ist. Am Abend wandelt sich das Bild: Hier ist es in unseren Breitengraden eher eine Veranstaltung für Erwachsene. Trotzdem gilt: Kinder sind bei uns auch abends immer herzlich willkommen.

Mit Liebe zum Detail: Hier können sich kleine Gäste austoben. Die Spielecke im Wein Ahrens. Quelle: 3POS

Wie sieht das Gesamtkonzept für die Ausstellungen in Ihrem Restaurant aus?

Robert Ahrens: Die Integration von Kunst war von Anfang an fester Bestandteil unseres Konzepts. Tatsächlich stellen wir seit dem ersten Tag aus und präsentieren dabei stets wechselnde Künstler. Dadurch ist eine richtig schöne Dynamik entstanden, denn es gibt unheimlich viele talentierte Künstler im Umkreis – von Ahrensburg und dem Umland bis hin zum gesamten Bundesland und Hamburg.

Gibt es bei Ihren Ausstellern eine Mischung aus etablierten und neuen Akteuren? Wo liegt der Fokus?

Robert Ahrens: Die Aussteller sind bunt und gemischt, genau wie unser gewünschtes Zielpublikum. Wir setzen auf eine vielfältige Mischung und machen grundsätzlich keine Unterschiede – sei es zwischen Generationen, Herkunft oder anderen Diversitätsmerkmalen.

Jeden Monat findet bei Ihnen der KunstStammtisch statt. Was genau erwartet die Besucher dort, und wie hat sich diese Veranstaltungsreihe entwickelt?

Robert Ahrens: Bei uns geht es um ein ganz unkompliziertes Zusammenkommen – einfach vorbeikommen und ins Gespräch kommen. Es ist ein Format für den Austausch, das sich an Kunstinteressierte richtet; wirklich jeder ist willkommen. Insbesondere dieser Austausch hat sich sehr gut etabliert: Es ist eine große und sehr aktive Gruppe geworden. Aktuell zeigen wir hier beispielsweise eine Ausstellung, die aus diesem Künstler-Stammtisch entstanden ist, weshalb jedes Bild von einem anderen Künstler stammt. Regulär stellen wir einen Künstler aus, dessen Werke dann über drei Monate die gesamte Fläche schmücken. Das bedeutet, dass wir vier Künstler im Jahr präsentieren. Aktuell zeigen wir die Gemeinschaftsausstellung „sei ART“ mit Werken von Künstlerinnen und Künstlern aus Ahrensburg und Umgebung. Ergänzend dazu hatten wir in der Vergangenheit auch schon besondere Highlights: So gab es einmal eine Künstlerin, die im Rahmen eines verkaufsoffenen Sonntags ganz tolle Malkurse bei uns angeboten hat.

Springen wir nun wieder zum Thema Küche zurück. Sie wird als nordisch-mediterran beschrieben. Was genau kann man sich darunter vorstellen und welche Gerichte auf Ihrer Speisekarte spiegeln diese spannende Fusion am besten wider?

Robert Ahrens: Das ist das Gesamtkonzept. Wir haben einen klassischen Backfisch, also einen ausgebackenen und panierten Fisch, drin. Dazu gibt es ein schönes Kräuter-Kartoffelpüree, Rote-Bete-Salat, etwas Gurkensalat und Remoulade. Je nachdem wechseln wir auch mal. Außerdem haben wir Antipasti im Sortiment. Oder Käse, Wurst und Spezialitäten auf der Karte. So kann man schöne Mischplatten machen. 

Wein Ahrens: Die Speisekarte, die zum Genuss einlädt. Quelle: 3POS

Was können Sie uns über die nächsten geplanten Ausstellungen schon verraten?

Robert Ahrens: Wir starten im Januar wieder mit einer neuen tollen Ausstellung, denn wir beginnen unser Kunstjahr immer am Anfang des Jahres. Zusätzlich planen wir Events: Erst letzte Woche haben wir mit einem tollen Musiker gesprochen, der in der Vergangenheit schon einmal bei uns aufgetreten ist. Er macht Flamenco-Musik. Daraus könnte die Idee für einen Tapas-Abend entstehen, der sich natürlich hervorragend mit Wein kombinieren ließe – vielleicht eine nordisch-mediterrane Tapas-Mischung. Dabei gilt: Es muss nicht alles spanisch sein, weil sich Kulturen vermischen. Gerade hier in Europa erleben wir diese Vermischung sehr intensiv. Das Teilen von Speisen am Tisch ist dabei keine Erfindung aus dem Süden. Das war früher auch bei uns üblich, wo alle aus einem Topf aßen. Tapas sind im Grunde nichts anderes: Man macht den Tisch voll und jeder bedient sich. Das war einer unserer ursprünglichen Träume – einen Ort zu schaffen, an dem man sich einfach wohlfühlt und eine solche Gastfreundschaft erlebt.

Der Wein-Lieferservice ist fester Bestandteil Ihres Angebots. Wie hat sich das Sortiment seit der Einführung des Lieferservices verändert? Gibt es hierbei spezielle Kundenfavoriten?

Robert Ahrens: Unser Schwerpunkt liegt in Europa. Hauptsächlich in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal. Natürlich gehören auch einige Überseeländer dazu. Dazu zählen vor allem die bekannten Weine aus Ländern wie Neuseeland, Australien und Südafrika.

Mir sind auch schöne Präsentboxen aufgefallen. Was befindet sich typischerweise darin?

Robert Ahrens: Inzwischen gestalten wir individuelle Präsentkörbe oder auch Geschenkkörbe genannt. Man kann diese Körbe wirklich umfangreich bestücken, etwa mit unserem Feinkost-Sortiment, das Süßes, Salziges, Pasta, Öl und vieles mehr umfasst. Besonders beliebt sind unsere selbst produzierten Nüsse. So eine Nussmischung ist immer schön – man kann sie entweder als Topping beim Kochen verwenden oder einfach pur als köstliche Begleitung zum Wein genießen.

Die perfekte Mischung aus Tradition und Moderne: Gastfreundschaft und das bewährte 3POS-Kassensystem im Wein Ahrens. Quelle: 3POS

Ein solch kreatives Konzept erfordert im Hintergrund eine reibungslose Organisation. Lassen Sie uns kurz über die Technik sprechen: Was können Sie zur Funktionalität des 3POS-Kassensystems im täglichen Betrieb sagen?

Robert Ahrens: Das 3POS-Kassensystem unterstützt unsere Arbeit im täglichen Betrieb optimal. Die Kasse selbst ist übersichtlich und lässt sich gut handhaben – die Abläufe sind damit relativ einfach zu bewältigen. Insgesamt wollen wir künftig noch stärker daran arbeiten, die vorhandenen Statistiken und Analysemöglichkeiten umfassender zu nutzen. Was die technische Ausstattung betrifft: Wir nutzen zwei feste, identische Kassenplätze, die im vorderen und hinteren Bereich des Hauses positioniert sind. Beide Plätze sind zudem mit einem Kartenlesegerät bestückt. Insgesamt bietet Wein Ahrens im Innenbereich Platz für rund 80 Sitzplätze. Im Winter gestalten wir die Fläche vor der Tür zusätzlich gemütlich, indem wir Tische direkt an das Fenster stellen, was immer eine schöne Atmosphäre schafft.

Herr Ahrens, herzlichen Dank für das aufschlussreiche Interview. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und inspirierende Ausstellungen!

Adresse: Manhagener Allee 8, 22926 Ahrensburg

Homepage: https://wein-ahrens.de/

Events: https://wein-ahrens.de/events/





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